Update: 20.02.2015

Nach 77 Jahren fiel der "Hölzerne August"
Der Bismarckturm in Bad Rothenfelde

Bei dem Bismarckturm in Bad Rothenfelde handelt es sich um einen der dreizehn frühen Bismarcktürme, u.a. aus dem Baumaterial Holz, die heute alle nicht mehr erhalten sind.


Bauplanung

Im Jahr 1899 übernahm Heinrich Tepe die Bewirtschaftung der Gaststätte „Bismarckhütte“ auf der Wilhelmshöhe (155 m über NN) in Bad Rothenfelde. Kurz darauf regte er den Bau eines hölzernen Bismarckturmes an, der etwa 1901 / 1902 errichtet wurde.

Die Kosten für den Turmbau betrugen 3.800 Mark.


Bauarbeiten

Als Baumaterial wurde Fichtenholz verwendet. An der Errichtung ist der Tischler- und Zimmermeister August Huning beteiligt, nach dem der Bismarckturm auch „Hölzerner August“ genannt wurde.

Die Fertigstellung erfolgte im Jahr 1902.


Turmbeschreibung

Der 14 m hohe Bismarckturm als hölzerner Aussichtsturm ohne Befeuerungsvorrichtung hatte einen viereckigen Grundriss. Der sich nach oben leicht verjüngende Turm endete in einer viereckigen Aussichtsplattform. Das Bauwerk besaß drei Aussichtsplattformen, Treppe und Podeste waren mit Holzgeländern versehen.


Turmgeschichte

Nach 76 Jahren Standzeit wurde der Turm wegen Baufälligkeit am 17.08.1979 abgerissen. Die Gastststätte Bismarckhütte brannte im Jahr 2006 ab. Die Gaststätte wurde im Jahr 2011 wieder als Bismarckhütte aufgebaut und ist seitdem in Betrieb.


Links (ehemaliger Standort)

Google Maps

Google Earth

Gaststätte Bismarckhütte


Quellen

- Seele, Sieglinde: Lexikon der Bismarck-Denkmäler, Imhof-Verlag Petersberg, 2005, S. 339
- Seele, Sieglinde, Mannheim (Archiv Seele): BISMARCK-TURM von BAD ROTHENFELDE (Niedersachsen)