Update: 18.08.2015

Der Bismarckturm aus Feldsteinen
Der Bismarckturm in Booßen bei Frankfurt an der Oder

Bauplanung

Über den Bismarckturm in Booßen bei Frankfurt an der Oder ist historisch, obwohl noch erhalten, nur wenig bekannt.

Initiiert wurde der Bau dieser Feuersäule im Jahr 1913 von Bismarck-Verehrerin Berta Schulz aus Booßen, Witwe von Rittergutsbesitzer Carl Friedrich Schulz (1827-1899), der Otto von Bismarck persönlich kannte.

Als Standort wurde der Große Kapberg gewählt.


Bauarbeiten

Als Baumaterial wurden Feldsteine verwendet, die von Landwirten aus Booßen herbeigeschafft wurden.

Errichtet wurde das Bauwerk von Maurern aus Berlin.


Turmbeschreibung

Die 6,15 m hohe Feuersäule ohne Aussichtsfunktion hat einen quadratischen Grundriss von 3,60 m x 3,60 m und wurde auf einer 4,15 m x 4,15 m großen Fundamentplatte errichtet.

Es handelt sich um eine schlichte Säule, die sich in einen 4,65 m hohen Turmschaft und einem dreifach abgestuften Turmkopf (Höhe: 1,50 m) mit einem auf dem oberen Turmabschluss eingemauerten Feuerbecken gliedert.

Auf drei Seiten (außer Nordseite) weist die Säule ab einer Höhe von 1,25 m mittig eine 1,20 m breite und 0,20 m tiefe Einbuchtung auf, die bis zum Abschluss des Turmschaftes führt. Oberhalb des Turmschafts folgt der dreifach abgestufte Turmkopf.

Auf der Nordseite des Bauwerkes führen 11 Krampen zum Turmkopf mit Feuerschale. Die oberste Stufe auf dem Turmkopf mit Feuerbecken hat eine Größe von 2,00 m x 2,00 m.

An der Ostseite des Turmes war ursprünglich eine große bronzene Inschrifttafel angebracht.


Turmgeschichte

Die Einweihung erfolgte am 01. April 1914.

Die bronzene Tafel an der Ostseite des Turmes wurde wenige Jahre nach Einweihung entwendet.

Die ursprüngliche Feuerschale wurde im Zweiten Weltkrieg entwendet.

Der Bismarckturm wurde im Jahr 2000 saniert (Neuverfugung schadhafter Stellen, Ersetzung fehlender Steine).

Der Ortsverein Booßen e.V. sorgte im Jahr 2006 dafür, dass das Umfeld des Bismarckturmes gepflegt wurde und einzelne Bäume abgeholzt wurden.

Im Juni 2006 wurde auf dem Turmkopf eine dreibeinige Feuerschale angebracht, die am 24.06.2006 im Rahmen einer Sonnenwendfeier entzündet wurde.

Seit 2006 fanden in manchen Jahren Sonnenwendfeiern am Bismarckturm statt.

Am 06.04.2014 wurde anlässlich des 100. Jahrestages der Einweihung eine Gedenkveranstaltung in der Kirche von Booßen abgehalten. An der Ostseite des Turmes wurde anschließend eine Gedenktafel (100 Jahre 1914-2014) aus Plastik befestigt.


Links

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Quelle:

- Seele, Sieglinde: Lexikon der Bismarck-Denkmäler, Imhof-Verlag Petersberg, 2005, S. 72-73
- Seele, Sieglinde, Mannheim (Archiv Seele): BISMARCK-TURM von BOOßEN (Brandenburg)


Fotografen

- Jörg Bielefeld, Remscheid (August 2002, Mai 2015)
- Ortsverein Booßen e.V. (Juni 2006)
- Albrecht Behrends, Bochum (April 2010)
- Marek Moson, Wroclaw (Mai 2015)


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