Update: 18.08.2016

Die kleine dreieckige Feuersäule
Die Bismarcksäule in Markt Lappersdorf bei Regensburg

Bauplanung

Ein bismarckbegeisterter Förster und weitere Bismarckverehrer veranlassten den Bau dieser Bismarck-Feuersäule.

Als Standort wurde der Ort Schwaighausen-Geiersberg (seit 1997: Markt Lappersdorf) ausgewählt.

Die Höhe der Kosten und die Finanzierung der Säule sind nicht bekannt.


Bauarbeiten

Errichtet wurde die Säule von Regensburger Offizieren des 11. Königlich Bayerischen Infanterie-Regiments „Von der Tann“.

Als Baumaterial wurden Bruchsteine verwendet.


Säulenbeschreibung

Als Basis der 3,38 m hohen dreieckigen Feuersäule ohne Aussichtsfunktion dient ein vierstufiger, dreieckiger Unterbau (Höhe: 0,74 m).

Die Seitenlänge der untersten Stufe beträgt 4,10 m (Höhe 0,26 m), der zweiten Stufe 3,20 m (Höhe 0,20 m), der dritten Stufe 2,30 m (Höhe 0,14 m) und der 4. Stufe 1,40 m (Höhe 0,14 m).

Auf der obersten Stufe erhebt sich die 1,78 m hohe Säule (in Form eines gleichseitigen Dreiecks mit einer Seitenlänge von 1,03 m).

Mittig des Säulenschaftes auf der Vorderseite wurde ein 0,36 m hohes und 0,35 m breites Bismarck-Wappen (grünes Wappenschild, grünes Kleeblatt, silberne Eichenblätter) aus Eisen angebracht.

Oberhalb des dreieckigen Säulenschafts wurde ein 0,17 m hoher Stein aufgemauert, der als Sockel einer dreibeinigen verschnörkelten Halterung aus Metall dient, welche die Feuerschale (Durchmesser: 0,60 m) trägt. Halterung und Feuerschale haben eine Gesamthöhe von 0,59 m.

Auf dem aufgemauerten Sockelstein ist die Jahreszahl

"1899"

eingekratzt.


Säulengeschichte

Die Feuersäule wurde am 08.06.1899 eingeweiht.

Mitte der 1960er Jahre wurde die Feuerschale entwendet. Im Jahr 1986 wurde die durchgerostete Feuerschalen-Halterung durch eine neue Feuerschale nach Entwürfen von Bernhard Frahsek von Herrn Menath aus Oppersdorf angebracht. Das Mauerwerk der Säule wurde von der Firma Spitz aus Kareth ausgebessert.

Die Kosten trug die heutige Eigentümerin der Säule (Ev. Wohltätigkeitsstiftung Regensburg).

Oberhalb des Bismarck-Wappens wurde nachträglich ein Metallkreuz in Angedenken einer Selbsttötung und mehrerer Selbsttötungsversuche im Bereich der Säule angebracht.

Die Säule steht noch heute - idyllisch gelegen - am Rande einer Lichtung (Stand: 2016). Der Unterbau ist stark von Moos überwuchert.


Links

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Quellen

- Seele, Sieglinde: Lexikon der Bismarck-Denkmäler, Imhof-Verlag Petersberg, 2005, S. 242/243
- Seele, Sieglinde, Mannheim (Archiv Seele): BISMARCK-SÄULE von LAPPERSDORF b. Regensburg (Bayern)
- Frahsek, Bernhard: "Die Bismarcksäule bei Schwaighausen / LKR. Regensburg" in "Beiträge zur Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz", 3. Jg. 1980, S. 55/56


Fotos

- Robert Waibel, Salach (Mai 2010)
- Albrecht Behrends, Bochum (April 2011)
- Jörg Bielefeld, Remscheid (Mai 2016)
- Marek Moson, Breslau (Mai 2016)