Update: 28.04.2016

Polens vierzig Bismarcktürme
Von Drossen bis Zobten

Von den vierzig Bismarcktürmen in Polen sind heute noch 17 Bismarcktürme erhalten.

Nach der dreimaligen polnischen Teilung (zwischen 1772 und 1795) fehlte Polen bis 1918 auf der Landkarte. Russland, Preußen und Österreich hatten die polnischen Gebiete (Westpreußen und Posen) unter sich aufgeteilt.

Die vierzig hier verzeichneten Bismarcktürme standen in den ehemals preußischen Provinzen

  • Ostbrandenburg,
  • Ostpreußen,
  • Westpreußen,
  • Pommern,
  • Posen und
  • Schlesien

des Deutschen Reiches.


Aufteilung der Türme nach den ehemaligen Provinzen:

[Rot gekennzeichnete Türme sind nicht mehr vorhanden.]

  • Brandenburg (Ost)
    • Drossen
    • Frankfurt/Oder
    • Guben
    • Schwiebus
    • Sorau
  • Ostpreußen
    • Drengfurt
    • Osterode
    • Sensburg
    • Soldau
  • Westpreußen
    • Culm
    • Elbing
    • Flatow
    • Josephsdorf
    • Lichtfelde bei Marienburg
    • Melno
    • Thorn
  • Pommern
    • Lauenburg
    • Neustettin
    • Pollnow
    • Ratzebuhr
    • Schivelbein
    • Stettin-Gotzlow
  • Posen
    • Birnbaum
    • Bromberg
    • Filehne
    • Fraustadt
    • Kempen
    • Meseritz
  • Schlesien
    • Glogau
    • Gottesberg
    • Grünberg
    • Kattowitz
    • Myslowitz
    • Ober-Johnsdorf
    • Ratibor
    • Reichenbach
    • Sagan
    • Stonsdorf
    • Ziegenhals
    • Zobten


Besonderheiten zu den Bismarcktürmen in Polen

  • Die Bauwerke wurden im Zeitraum von 1869 (in Ober-Johnsdorf) bis ca. 1926 (in Pollnow) als Bismarcktürme eingeweiht.
  • Der Bismarckturm in Ober-Johnsdorf ist zeitlich der erste von 240 Bismarcktürmen weltweit.
  • Insgesamt fünf von vierzig Bismarcktürmen (Frankfurt (Oder), Fraustadt, Glogau, Myslowitz, Zobten) wurden nach dem von der deutschen Studentenschaft preisgekrönten Entwurf „Götterdämmerung“ des Architekten Wilhelm Kreis errichtet.
    • Von diesen fünf Türmen ist nur noch der Bismarckturm Zobten erhalten.
  • Der Bismarckturm in Stettin wurde nach einem anderen Entwurf des Architekten Kreis errichtet.
    • Zugleich ist er mit 200.000 Mark Baukosten der teuerste aller Bismarcktürme.
  • Der Turm bei Reichenbach ist – mit 1015 m über NN – der höchstgelegene Bismarckturm.
  • Alle sieben Bismarcktürme in der ehemaligen Provinz Westpreußen wurden zerstört.
  • Die Arbeiten am Bismarckturm in Sorau wurden nie beendet, das Bauwerk wurde nie fertig gestellt.
  • Die Bismarcktürme in Drossen, Elbing und Ziegenhals gehören zu den wenigen Holztürmen, die heute alle nicht mehr erhalten sind.
  • Sieben Türme wurden als reine Feuersäule ohne Aussichtsfunktion errichtet (Birnbaum, Frankfurt (Oder), Fraustadt, Gottesberg, Josephsdorf, Melno, Thorn).
  • Als reine Aussichtstürme ohne Befeuerungsfunktion wurden sieben Bismarcktürme gebaut (Drossen, Elbing, Ober-Johnsdorf, Pollnow, Sorau, Stettin, Ziegenhals).
  • Der Lauenburger Bismarckturm wurde zugleich als Wasserturm errichtet.
  • Der Bismarckturm in Stonsdorf ist - entgegen der Definition eines Bismarckturms [siehe FAQ] - weder Aussichtsturm noch Feuersäule. Aufgrund seiner turmartigen Bauweise im Stile eines Bismarckturmes wurde er dennoch in den Katalog der Bismarcktürme aufgenommen.

Polnische Version dieser Seite (Dank an Marek Moson aus Wroclaw/PL für Übersetzung)